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Freitag, 10. Februar 2017

Belichtungszeitentabelle - ND 0.9 / ND 1.8 / ND 3.0

Die erste Spalte in dieser Tabelle zeigt die normalen Belichtungszeiten ohne Filter.

Die weiteren Spalten zeigen die verlängerten Belichtungszeiten jeweils mit einem ND 0.9 (8x), ND 1.8 (64x) und ND 3.0 (1.000x) Graufilter.



Beispiel: Liegt die Verschlusszeit ohne Filter für eine korrekte Belichtung bei 1/125 Sekunden, dann sind es mit ND 0.9 das achtfache (8x), also 1/15 Sekunden. Bei einem ND 3.0 sind das dann schon tausendfache, also 8 Sekunden.

Tipp: Das Bild mit der Tabelle kann auf die Abmessungen 8,4 cm x 8,4 cm skaliert, ausgedruckt und ausgeschnitten werden. So passt der Ausdruck exakt in die Filterbox von Haida und man hat die Tabelle damit immer beim Filter.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Dichte und Blendenstufen von Graufiltern (ND-Filter)

Hinweis: Die in der Tabelle angegebenen Werte für Lichtdurchlässigkeit und Verlängerungsfaktor sind zum Teil gerundet.



Mittwoch, 8. Februar 2017

Kombinieren von mehreren Graufiltern (ND-Filter)

Graufilter bzw. ND-Filter lassen sich auch miteinander kombinieren, um längere Belichtungszeiten zu bekommen. So kann man bei Schraubfiltern beispielsweise auf einen ND 3.0 (1.000x) zusätzlich noch einen ND 1.8 (64x) aufschrauben.

Die Berechnung der Filterleistung ist im Grunde ganz einfach. Man muss nur wissen, wie es geht:

"Die Werte der Neutraldichte (ND) und auch der Blendenwert addieren sich, wogegen der Faktor (x) multipliziert wird."

Vereinfacht gesagt: aus einem ND 3.0 (1.000x) und einem ND 1.8 (64x) wird dann rechnerisch ein ND 4.8 (3.0 + 1.8 = 4.8) mit einem Faktor von 64.000 (1.000 * 64 = 64.000) und nicht etwa ein Faktor von 1.064!

Bei einem Filter-Set bestehend aus drei Filtern mit ND 0.9, ND 1.8 und ND 3.0 ergeben sich damit folgende Kombinationsmöglichkeiten:

ND 2.7 [512x]     = 0.9 + 1.8 = 2.7
                  = 8x * 64x = 512x

ND 3.9 [8.000x]   = 0.9 + 3.0 = 3.9
                  = 8x * 1.000x = 8.000x

ND 4.8 [64.000x]  = 1.8 + 3.0 = 4.8
                  = 64x * 1.000x = 64.000x

ND 5.7 [512.000x] = 0.9 + 1.8 + 3.0 = 5.7
                  = 8x * 64x * 1.000x = 512.000x

Besonders die letzte Kombination bestehend aus drei Filtern gleichzeitig halte ich jedoch in der Praxis nicht für besonders realistisch. Aus einer Belichtungszeit von 1/15 werden dann schon 4 Stunden. Diese Zeit ist in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung: Akkulaufzeit, wechselnde Lichtverhältnisse, Erwärmung des Sensors, etc.

Tipp: Bei sehr kurzen Brennweiten (Weitwinkel) empfiehlt es sich, nach Möglichkeit größere Filter benutzen als das Filtergewinde des Objektivs tatsächlich ist (z.B. 77mm Filter auf 67mm Objektiv oder 67mm Filter auf 58mm Objektiv). Das ist mittels StepUp-Adapter sehr einfach möglich.

Denn wenn man die Filter übereinander geschraubt genau passend zum Objektiv verwendet, kann es im Weitwinkelbereich zu einer Vignettierung (Verdunklung in den Ecken) kommen. Das wird noch extremer, wenn man zusätzlich auch noch einen UV-Filter auf dem Objektiv angebracht hat. Dann schaut man bei Brennweiten im Weitwinkelbereich wortwörtlich in die Röhre. Im Normal- bis Telebereich fällt das nicht so stark auf.

Dienstag, 7. Februar 2017

Grundlagen: Fotografieren mit Graufiltern (ND-Filter)

Folgende Punkte habe ich bei der praktischen Arbeit mit ND-Filtern herausgefunden:

  • Die ND-Filter von Haida (Slim Pro II MC) erzeugen im Gegensatz zu anderen Filtern keinen für mich erkennbaren Farbstich (z.B. rötlich oder bläulich).
  • Stativ und Fernauslöser (wahlweise Kabel oder Funk) sind bei Langzeitbelichtungen unbedingt erforderlich. Der Bildstabilisator - sofern vorhanden - sollte bei der Verwendung eines Stativs immer ausgeschaltet sein. Die Einstellung des Fokus muss natürlich vorher ohne Filter erfolgen.
  • Idealerweise beginnt man in der Zeitautomatik bzw. Blendenvorwahl (Av-Modus). Nach einem korrekt belichteten Referenzfoto deaktiviert man den Autofokus, schaltet in den manuellen Modus (M) und montiert den Filter. Nun werden die Blende (so wie im Av-Modus) und die Belichtungszeit (übernommen vom Av-Modus, aber verlängert um den Faktor des Filters) eingestellt.
  • Die Verwendung der Offenblende ist bei der Arbeit mit ND-Filtern nicht optimal. Besser ist eine Blende um 5.6 bis 11. Damit werden die Belichtungszeiten genauer. Bilder mit Offenblende und entsprechend kürzeren Verschlusszeiten werden oft unterbelichtet.
  • Langzeitbelichtungen im Minutenbereich erzeugen je nach Kamera Pixelflecken (rot, grün und blau) im Bild. Diese verschwinden fast nahezu bei der Entwicklung von RAW nach JPEG, es sind dann nur geringe Nacharbeiten notwendig. Also bei sehr langen Belichtungszeiten möglichst im RAW-Modus fotografieren, um am Ende qualitativ bessere Bilder zu bekommen.